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"Was wäre wenn...?"

Heutiges Thema: "Operation Walküre"

Ja, meine Traumgeschichten werden noch kommen, keine Sorge!

Eigentlich hatte ich vorgehabt das alte Thema (Anne Rices Vampiere) ein wenig auszuführen. Aber derzeit beschäftigt mich das oben genannte Thema mehr.
Ich glaube ich habe ein Faible für Kriegsfilme/ Historienfilme (und für Männer in Uniform!). "Der Untergang" hat mich auch total gefesselt. Und bei "Operation Walküre" saß ich im Kino und fieberte richtig mit. Innerlich habe ich so sehr gehofft, dass alles klappt, obwohl ich genau wusste wie er enden würde. Ach ja, gestern meinte irgendjemand vor dem Kino cool sein zu müssen, indem er einen Spoiler kund tut. "Am Ende stirbt Hitler", war seine Meinung... Hmm, ja, Hitler stirbt tatsächlich am Ende, aber nicht am Ende des Films. Ich denke das Kerlchen war sich über den Inhalt des Films nicht ganz bewusst oder hatte das Stauffenberg-Attentat in eine falsche Zeit eingeordnet.
Jedenfalls habe ich mich am Ende gefragt, was wäre eigentlich gewesen, wenn das Attentat geglückt wäre? Ich denke solche fragen haben sich sehr viele gestellt. Und eigentlich stellt sich doch jeder mal so ähnliche Fragen. Wie zum Beispiel, was wäre wenn ich auf eine andere Schule gegangen wäre? Oder was wäre wenn ich nie diese Person kennengernt hätte?
Man kann wirklich nur spekulieren. Ich denke schon, dass es weniger Blutvergießen gegeben hätte, wenn das Attentat geglückt wäre. Wobei ich nicht sicher bin, ob der Krieg so schnell geendet hättet. Hätte Russland sich auf einen Friedensvertrag eingelassen? Und wenn ja, was wäre eigentlich aus Deutschland geworden? Hätten wir dieselbe Demokratie, die wir heute haben? Die DDR hätte es möglicherweise nie gegeben...
Wäre es zu einer Denazifizierung gekommen?
Fragen über Fragen, man versucht sich auszumalen, was aus Deutschland geworden wäre und instinktiv glaubt man irgendwie, dass alles besser gewesen wäre. Ich denke man muss da sehr vorsichtig sein. Wäre es wirklich besser für Deutschland gewesen? Wer weiß schon was passiert wäre? Man kann eigentlich nur sagen, dass alles anders wäre.
Und was man auch sehr oft vergisst ist welchen Einfluss das auf einen persönlich hätte. Meine Oma war zu der Zeit ein kleines Mädchen gewesen und lebte in einem deutschen Dorf in der Ukraine (das gehörte damals trotzdem zur UdSSR). Als dann die deutschen Soldaten einmarschierten war das Stauffenberg-Attentat schon längst geschehen. Jedenfalls wurde meine Oma von den Deutschen nach Berlin gebracht. Als die Russen einmarschierten und den Krieg gewannen wurden alle Russlandsdeutsche wieder nach Russland verschleppt. Meine Oma kam so nach Sibirien. Was weiter geschah ist jetzt nicht wichtig.
Nehmen wir an das Attentät wäre erfolgreich gewesen und der neue Kanzler hätte es geschafft mit den Alliierten einen Friedensvertrag auszuhandeln, dann wären höchstwahrscheinlich niemals die deutschen Soldaten in das Dorf meiner Oma vorgedrungen. Vielleicht wäre meine Oma in der Ukraine geblieben, vielleicht wäre sie sogar doch noch nach Deutschland gekommen (halte ich für unwahrscheinlich). Aber man könnte annehmen, dass meine Oma einen anderen Mann kennengelernt hätte und mein Vater nie das Licht der Welt erblickt hätte. Somit würde ich jetzt und hier gar nicht existieren. Ich würde jetzt nicht diese Gedanken in diesem Blog eintippen...
Ein merkwürdiger Gedanke. Es könnte aber auch sein, dass es mich doch noch gäbe, nur irgendwie anders. Ich wäre nicht die Erika, die ich bin. Ja, mein Name wäre möglicherweise sogar nicht Erika.
Und ich sitze hier und schreibe das alles nur weil man damals beschloss die Sitzung in die Baracke zu verlegen, womit die Sprengladung nicht die erhoffte Wirkung zeigte.
Und um ehrlich zu sein...es kommen noch viele solcher merkwürdigen Zufälle hinzu, sodass es überhaupt möglich ist, dass ich hier sitze.

Das Ganze könnte man eigentlich in allen Dingen überdenken. Und sich dazu die banalsten Dinge überlegt. Ich halte es jeoch etwas übertrieben, wobei es allerdings auch Spaß machen kann. Zum Beispiel: Man hat es verdammt eilig und man muss bei einer roten Ampel stehen bleiben. Man ärgert sich tierisch darüber. Aber was wäre wenn ich ein paar Minuten früher da gewesen wäre und die Ampel noch grün wäre? Vielleicht hätte man an der nächsten Kreuzung einen Unfall gebaut, weil jemand das Vorfahrtsschild übersehen hätte...So banal und dennoch könnte sowas passieren...

Der Film ist meiner Meinung wirklich sehr gut gelungen und es lohnt sich auf jeden Fall, sich ein wenig mit der Geschichte zu beschäftigen. Klar, man hat schon mal was von dem Stauffenberg-Attentat gehört und das wars dann auch. Aber man merkt erst, wenn man sich etwas näher damit beschäftigt, dass der Herr Stauffenberg nicht nur irgendein mutiger Attentäter war, sondern ein verdammt gerissener Mann war.
Was auch Goebbels mal anmerkte:

Zitat:
"Der Stauffenberg, allerdings, das war ein Kerl! Um den ist es beinahe schade. Welche Kaltblütigkeit, welche Intelligenz, welch eiserner Wille! Unbegreiflich, daß er sich mit dieser Garde von Trotteln umgab."
Stauffenberg kommt auf jeden Fall auf die To-do-Liste der Persönlichkeiten, mit denen ich mich noch näher auseinandersetzen möchte!
8.2.09 23:01
 


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